Manche Abenteuergeschichten beginnen so verrückt, dass man sich erst einmal kneifen muss, um zu prüfen, ob man nicht vielleicht doch träumt. So auch die Folgende, die ich Euch gerne erzähle: Im Oktober letzten Jahres fand ich beim Stöbern in meinem Facebook-Postfächern im „Sonstiges“-Ordner eine Mail, derzufolge ich eine Reise nach Thailand gewonnen habe. Konnte das wahr sein? Ich glaubte im ersten Impuls an Spam. Aber ich konnte auch mich vage erinnern, tatsächlich an einem solchen Gewinnspiel teilgenommen zu haben, und nachdem ich auf der Homepage des Thailändisches Fremdenverkehrsamtes die Verlosungsinfos wiederfand und den Absender der facebook-Nachricht entsprechend zuordnen konnte, war meine Freunde grenzenlos: 2 Übernachtungen in Bangkok und 3 Nächte in Phuket inklusive der Flüge! Wooooooooow! Wooooooooow! Wooooooooow! Wooooooooow! Wooooooooow! Wooooooooow! Nach einiger Vorbereitung (ich brauchte einen neuen Reisepass) war es dann am 9. März endlich so weit und meine Freundin Luise und ich brachen nach Südostasien auf.

Als Flugzeugfan war mein erstes Highlight der A380 von Thai Airways, mit dem wir ab Frankfurt nach Bangkok flogen. Glücklicherweise waren wir im Oberdeck hinter der Business Class untergebracht, wo es etwas ruhiger ist. Aufgrund der Vorfreude waren wir aber leider auch so aufgekratzt, dass wir auf dem zehnstündigen Flug lediglich ein wenig dösen konnten. Entsprechend erschöpft kamen wir am Airport Bangkok an, doch dank unseres Adrenalinpegels waren wir trotzdem wach und fanden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Weg zu unserem Hotel in der City. Zwar ist das Bahn/S-Bahnsystem in Bangkok eher dürftig ausgebaut, aber da unser Hotel sehr zentral gelegen und gut angebunden ist, entschieden wir uns für diesen (sehr preisgünstigen) Weg.  Gerade in der Rushour eine super Alternative zum Auto, wenn Ihr nicht allzuviel Gepäck dabei habt.

Part 1: Two Nights in Bangkok

Der Gewinn umfasste für Bangkok zwei Übernachtungen im Novotel Bangkok Fenix Silom. Natürlich hatten wir uns das Hotel vorher im Internet angeschaut, und ich sage Euch, die Bilder auf der Homepage geben 1:1 wieder, wie toll es dort ist. Und der Service erst: Angesehen davon, dass wir schon mittags einchecken konnten, war das Personal auch sonst Weltklasse, super freundlich, aufmerksam und flink. Unser Superior Zimmer war sehr modern eingerichtet, und das Bett einfach traumhaft! Das Zimmer befand sich im 19. Stock und bot somit einen phänomenalen Ausblick, auch auf den nur 100 m entfernt liegenden Lebua Tower mit der Goldkuppel, den viele aus dem Film „Hangover 2“ kennen. Da wir sehr erschöpft waren, stand der erste Tag unter dem Motto „Chillen“. Nur abends, als es etwas kühler war (also nur noch ca. 30 Grad) sind wir einmal um den Block gebummelt, um uns in der Garküche in einer Seitenstraße ein Street Food-Dinner zu gönnen.

Um Reisestress vorzubeugen, nahmen wir uns für den zweiten Tag lediglich eine Bootsfahrt und den Besuch des Wat Pho Tempels vor. Die Anlage beeindruckte uns sehr, aber aufgrund der Hitze blieben wir dort nicht lange und genossen nach einer kurzen, luftigen Bootsfahrt zum Phra Athit Pier ein wunderbares 4 Gänge-Lunch-Menü im Restaurant des Navalai River Resorts, das für knapp 25,00 pro Person inklusive der Smoothies und des Wassers wirklich super günstig war.

Mein Spezialtipp: In den vielen Supermärkten gibt es Haagen Dazs Eis in der Geschmacksrichtung „Grüner Tee„. Wenn Ihr auch mal nach Asien fliegt (oder in die USA, da gibt es das auch), müsst Ihr diese Sorte unbedingt mal ausprobieren! Mega lecker! Und mit umgerechnet 1,50 bis 2 € pro Stück auch noch mega günstig.

 

Part 2: Das Paradies a.k.a. Phuket

Am Dienstag ging es gleich in der Frühe mit dem Shuttle weiter zum Airport, wo der Flieger nach Phuket auf uns wartete.  Und was soll ich sagen: Ich bin immer noch ein wenig sprachlos, wenn ich an unsere Ankunft denke: Beim Landeanflug musste ich mir schon angesichts des unfassbar schönen, blauen Wassers eine oder zwei Rührungstränen wegwischen – und ich wohne am Wasser, das hat was zu heißen 🙂 Nach dern Ankuft wurden wir mit einer blitze-blanke-neuen Mercedes C Klasse Limousine zum JW Marriott Phuket Resort gefahren, wo zum Empfang bereits 4(!!!!) Mitarbeiter bereit standen. Einer öffnete die Tür, einer nahm unser Gepäck entgegen, einer die Jacken und eine zauberhafte Mitarbeiterin begrüßte uns aufs Herzlichste und legte uns kleine Armbänder mit dem Resort-Maskottchen, einer Schildkröte, um, bevor sie uns zur Rezeption geleitete. Dieses „Wow“-Gefühl begleitete uns im Resort bei quasi allem, was wir zum ersten Mal sahen: Der Welcome Drink, das Zimmer, das Bad, die Gartenanlage, die Pools, die Restaurants, der Strand – hach, ich würd mich gerne sofort dorthin beamen, wenn ich könnte 🙂 Auch wenn wir nicht die klassischen „In der Anlage“-Bleiber sind, gab es dort doch so viel zu entdecken, dass wir nur für einen Tag nach Phuket City gefahren sind und den Rest der Zeit im Resort verbracht haben. Nicht nur als Honeymoon-Location absolut empfehlenswert.

 Essen wie Gott in Frankreich auf Thailändisch

Ach, wo soll ich da anfangen? Ich bin ein sehr anspruchsvoller Esser, es gab in der Woche aber kein Gericht, was nicht mindestens als gigantisch zu bewerten war. Hier ein paar Bilder, Ihr müsst Euch nur denken, dass die Gerichte dreimal so gut schmecken, wie sie aussehen, dann bekommt Ihr eine Ahnung davon, wie toll das Essen war.

Fazit

Wie ihr vielleicht merkt, schwärme ich von Phuket ein wenig mehr als von Bangkok. Die Metropole fand ich tatsächlich sehr auf- und anregend, weil es von allem sehr viel gab: Viele Menschen, viele Autos, Mopeds, Tuk Tuks, Lichter, Geräusche und, und, und. Allerdings bekam mir die sehr smogige Luft nicht so gut, sodass wir nach 3 Tagen nicht traurig waren, ins maritime Phuket abzureisen. Für ein paar Tage ist Bangkok wirklich ok, und als Transitort würde ich dort definitiv wieder für 1 oder zwei Tage einen Aufenthalt buchen, aber nicht für länger, da es auch auf dem Land noch viel mehr zu entdecken gibt.

Was uns direkt bei der Ankunft in Thailand auffiel, war die Hilfsbereitschaft der Menschen. Immer, wenn wir etwas orientierunglos dreinblickten, was am ersten Tag häufiger der Fall war, war sofort ein uniformierter oder ziviler Local zur Stelle, der uns fragte, ob er helfen kann. Un das setzte sich in den folgenden Tagen fort. Und auch die Mitarbeiter in beiden Hotels waren so freundlich und herzlich, wie ich es (die auch schon in der gehobenen Hotellerie gearbeitet hat) bisher noch nie erlebt habe.

All in All war dieser kurze Trip ein wunderbares Erlebnis, das ich in der Form sofort wieder wiederholen würde. Leider haben wir nicht soviel Urlaub bekommen, sonst hätten wir auf eigene Kosten noch einige Tage rangehängt. Aber auch in der Kürze haben wir ein ganz tolles Land kennengelernt, was ich so nicht auf dem Radar hatte und von dem ich dank des thailändischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt ein kleines, wunderbares Stückchen entdecken durfte.

Vielen Dank again, liebes TAT-Team.

Hier noch meine Bucket List fürs nächste Mal:

  • Tuk Tuk fahren
  • mindestens eine Sky-Bar besuchen
  • einen richtig großen Markt besuchen

 

 

PS: Die Bilder habe ich mit der Olympus E410 und dem Medionx5020 gemacht.

Für Fragen und Anregungen ist die Kommentarfunktion freigeschaltet, also nur zu 🙂

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